Cannabis | Ursprung | Arznei - Aphria Deutschland GmbH
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Cannabis

Medizinal Hanf

Die europäischen Ärzte Sir William Brooke O’Shaughnessy und Louis Aubert-Roche berichteten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erstmals ausführlich von ihren Erfahrungen in Asien und Afrika mit Hanf als Medizin. Besonders die Pionierarbeit des Schotten O’Shaughnessy, der Studien an Tieren und Menschen über die Wirkung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken durchführte, sorgte in Europa und den USA für die verstärkte Verwendung von Cannabis als Medizin.

Anwendung von Cannabis als Arznei

In Deutschland fasste 1856 erstmals eine Doktorarbeit aus Erlangen die Erkenntnisse und das Wissen über die medizinische Anwendung von Cannabis zusammen. 1872 wurde der indische Hanf apothekenpflichtig und in die Liste der Drogen und chemischen Präparate aufgenommen.

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Merck in Darmstadt war Ende des 19. Jh. führender Hersteller von Cannabisprodukten. Ab 1882 wurde Cannabium Tannicum und ab 1884 sowie 1889 Cannabinon und Cannabin als Schlaf- und Schmerzmittel, Aphrodisiakum sowie unter anderem bei Neuralgien, Rheumatismus, Hysterie, Depression, Delirium und Psychosen eingesetzt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden mit der Etablierung chemisch-synthetischer Arzneimittel Naturprodukte und Pflanzenmedizin vom Medikamentenmarkt verdrängt. Erst mit der Identifizierung der chemischen Struktur von Tetrahydrocannabinol (THC) im Jahre 1964 durch die israelischen Wissenschaftler Yechiel Gaoni und Raphael Mechoulan, erweckte die Cannabisforschung wieder allgemeines Interesse.

Heute belegt die Forschung, dass die Wirkung von Cannabis hauptsächlich auf der Interaktion verschiedener pflanzlicher Cannabinoide und Terpene mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System beruht.